Erotik im alten Griechenland

August 12th, 2010 von admin

Erotik im alten Griechenland

Über die Erotik im alten Griechenland gibt es nicht allzuviele Quellen. Gerade, wenn man nicht den absoluten Sex in den Mittelpunkt stellt sondern an erotischen Vorlieben interessiert ist, sind verlässliche Dokumente rar gesät. Spannenderweise sind es oft keramische Kunstgegenstände wie Vasen, die interessante Details darbieten. Aus den Jahren um 500 v.Chr. sind besonders informative Relikte erhalten. So gibt es zwei erotische Hauptorientierungen: Knaben und Hetären.

Knabenliebe als Erotik im alten Griechenland

Gesunde Knaben waren der beliebteste Lustmittelpunkt liebestoller alter Griechen. Keine Dame konnte die Herren damals so zu Kunst und Poesie inspirieren wie der Anblick eines wohlgeformten Knabenkörpers. Männliche Prostituierte waren an der Tagesordnung und konnten einen hohen gesellschaftlichen Rang erreichen. Knaben waren auf Symposien und anderen Feiern sehr gern gesehene Gäste und dienten neben Flötenmädchen der Unterhaltung. Dass hierbei auch andere als Sinnesgelüste gestillt wurden, gilt als gesichert. Wenn man es auf die Theorie belässt, handelte es sich bei diesen Knaben um Sklaven, allerdings hatten sie den Rang eines “Freien”, wodurch sie keinen Zuhälter hatten und ein – mit Abstrichen- freies Leben führen durften. Im alten Griechenland waren sexuelle Beziehungen zu Knaben toleriert und häufig praktiziert, aber aufgrund der eigenwilligen Moral dehnte sich dieses Verhalten nicht bis ins Erwachsenenalter aus. Nach heutigem Stand der Wissenschaft waren homosexuelle Beziehungen zwischen Männern in der breiten Masse nicht akzeptiert.

Hetären- Mädchen und Damen für die Unterhaltung der Männer

Die Erotik im alten Griechenland beschränkte sich nicht auf Knaben. Man kann den Begriff nicht einfach mit “Gefährtin” übersetzen, die Definitionen und Berichte sind unklar, die Grenzen schwammig. Eine Hetäre konnte bisweilen ein Teil einer griechischen Familie sein, ohne mit dem Familienoberhaupt verheiratet gewesen zu sein. Andererseits beschreibt das Wort auch die Mädchen, die ihre Körper der Straßenprostitution zur Verfügung stellten. Monogamie war bei griechischen Männern nicht wichtig. Aber es war verboten, ein Verhältnis zu einer verheirateten Frau zu unterhalten. Flötenmädchen waren beliebte Unterhalterinnen für große Gastgeber. Sie verwöhnten die Herrschaften mit Musik und stellten sich außerdem noch für jegliche weitere Unterhaltung zur Verfügung.

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Bild Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Erotik

Geschrieben in Geschichte der Erotik |